Aktuelles

Januar 2024

Feierliche Aussendung der Sternsinger

„Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“ –  Beispielland Amazonien

Allgemeine Laber-Zeitung 01/2024 / Text und Foto: Martin Haltmayer

In der Filialkirche Maria Himmelfahrt in Adlhausen wurden am Abend des Neujahrstages  im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes  durch Pfarrvikar Winfried Larisch und Diakon Norbert Steger die Sternsinger der Pfarreien Sandsbach und Semerskirchen ausgesandt.

Mit ihren prächtigen Gewändern hielten über 20 kleine Könige Einzug in das gut besetzte Gotteshaus. Diese Kinder, so Diakon Steger, bringen beginnend am heutigen Donnerstag in Adlhausen bis zum Sonntag, 7. Januar, in den Pfarreien Sandsbach und Semerskirchen als Könige, die Kunde von den Hl. Drei Königen in die Häuser und bitten dabei auch um eine Gabe für  Kinder in den bedrohten Ländern dieser Welt, insbesondere in diesem Jahr im Beispielland Amazonien.
Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“, so Diakon Norbert Steger in seiner Einleitung, stehen die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2024. Brandrodung, Abholzung und die rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen zerstören die Lebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung der südamerikanischen Länder Amazoniens. Dort und in vielen anderen Regionen der Welt setzen sich Partnerorganisationen der Sternsinger dafür ein, dass das Recht der Kinder auf eine geschützte Umwelt umgesetzt wird. Diese vielfachen Aktionen und die Problematik vor Ort wurden zu Beginn der Katechese von Sternsingern aufgezeigt.
Unter dieser Motivation, so der Diakon, ziehen unsere Sternsinger durch unsere Pfarreien, um den Segen Gottes zu den Menschen zu bringen.
Der Diakon segnete am Ende des Gottesdienstes den Weihrauch und die Kreiden der Sternsinger, mit denen sie den Segensgruß 20+C+M+B+24 bei ihren Besuchen an die Türen der Häuser und Wohnungen schreiben werden.
Pfarrvikar Winfried Larisch sprach Diakon Nobert Steger und seiner Frau Andrea für das organisieren dieser Sternsingeraktion und die Betreuung der Sternsinger sowie den Sternsingern für das Mitmachen seinen Dank aus und rief dann den Segen auf die Sternsinger herab.
Die Sternsinger kommen dieses Jahr in Adlhausen und Laaber bereits am heutigen Donnerstag, ab 9 Uhr, in der Pfarrei Sandsbach am Sonntag, 7. Januar,  ab 9 Uhr in den Straßen und Orten Siegersdorf, Appersdorf, Siedlung Langquaid, Sandsbach West, Siedlung Leitenhausen, Leitenhausen, Hagenach, Bernpoint, Günzenhofen, Kitzenhofen und Sandsbach-Dorf und in der Pfarrei Semerskirchen über drei Tage verteilt am Freitag, 5. Januar, ab 8 Uhr, in Herrngiersdorf, Sittelsdorf, Voggersberg , Prügl, Buchberg, Harpfendorf , am  Dreikönigstag, 6. Januar, ab 9 Uhr am Mühlberg und in Semerskirchen und am 7. Januar, ab 12 Uhr im  Rest von Semerskirchen um die Kunde von den Hl. Drei Königen zu bringen.
Neben dem Obulus für den guten Zweck, so berichtete ein „altgedienter König“, gibt es auch meist noch etwas zu naschen, damit den Ministranten ihr Engagement auch ein wenig versüßt wird. 

Das Heer der Sternsinger in der Pfarrkirche Adlhausen mit Diakon Norbert Steger

Foto: Martin Haltmayer

Januar 2024

Gedenkgottesdienst zum 80. Todestag von Bernhard Lehner am 24.01.2024

Weihbischof Dr. Josef Graf rief zum Beten für das Wunder auf 

Allgemeine Laber-Zeitung 01/2024 / Text und Foto: Martin Haltmayer

Zum Anlass des 80. Todestages des ehrwürdigen Diener Gottes Bernhard Lehner zelebrierte Weihbischof Dr. Josef Graf am Mittwochabend, 24. Januar,  einen Gedenkgottesdienst in der Herrngiersdorfer Filialkirche St. Martin. Dabei rief der Weihbischof am Sterbetag des „Kleinen Bernhard“ in seiner Predigt die mitfeiernden Gläubigen zum Beten für das noch ausstehende Wunder auf, damit Bernhard Lehner zum Seligen und damit zur Ehre der Altäre erhoben werden kann. 

Vizepostulator Diakon Norbert Steger begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes den Hauptkonzelebranten und Festprediger Weihbischof, Dr. Josef Graf, sowie die Konzelebranten Domvikar Georg Schwager von der Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsprozesse in der Diözese Regensburg und Pfarrer Monsignore Johannes Hofmann, dem Leiter der Pfarreiengemeinschaft Langquaid-Sandsbach.Semerskirchen.
Weihbischof Graf sagte in seiner Einleitung, dass er Bernhard Lehner sehr verbunden sei. So sei er, genauso wie Bernhard Lehner, noch in seinem ersten Gymnasialjahr auf das damalige Bischöfliche Knabenseminar in Obermünster gegangen. Heute an seinem 80. Todestag wollen wir gemeinsam vor den Herrgott treten und gemeinsam um seine Seligsprechung beten.
Bernhard Lehner ist unser Fürbitter bei Gott
Weihbischof Josef Graf sagte zu Beginn seiner Predigt, dass wir seit der Verleihung des heroischen Tugendgrades am 2. April 2011 durch Papst Benedikt XVI. unseren Bernhard Lehner offiziell als „ehrwürdigen Diener Gottes“ bezeichnen dürfen. Am Sterbetag in Herrngiersdorf sei es üblich, dass die liturgischen Texte von dem Bischof und Kirchenlehrer, dem hl. Franz von Sales (1567 – 1622), genommen werden. Auf den ersten Blick ein vermeintlicher Widerspruch. Der kleine Bernhard hätte aber von Franz von Sales gehört, was wohl selbst sein Ziel war, nämlich dass Franz von Sales ein eifriger Seelsorger und Prediger war, der zudem die Calvinisten in der Schweiz missioniert hatte. Hier ergeben sich Schnittpunkte zu Bernhard Lehner, da auch er Priester werden wollte und den missionarischen Eifer in sich verspürte. Von Bernhard Lehner stammte der Satz: „Wenn ich Priester werde, möchte ich dort hingehen, wo sie gar keinen Glauben haben!“ In unserer Zeit könnte er da leider auch viel in Deutschland tun, meinte der Weihbischof, in Bezug an den Glaubensschwund in der Kirche.
Bernhard verspürte bereits in jungen Jahren: „Priester, ist man nicht für sich selbst, sondern für die anderen da zu sein und damit etwas für Gott und die Menschen zu tun!“ Der hl. Franz von Sales betonte in seinen Werken, wie wichtig es ist, in einer ganz engen Beziehung zu Jesus Christus zu sein. Damit passt das Evangelium des heutigen Tages, das vom Diakon vorgetragen wurde, auch zu Bernhard Lehner. Jesu Freund sein, kann nur wer seine Nähe sucht und sich an das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe hält. Dies hat auch der junge Bernhard Lehner schon sehr deutlich gespürt, der in seinem Denken fromm und hilfsbereit auf Gott und die Menschen ausgerichtet war. Sein Biograph, der Jesuitenpater Josef Kunz, bescheinigte Bernhard Lehner eine gesunde und echte Frömmigkeit. Er begann seine schulische Laufbahn am Gymnasium mit dem Ziel Priester zu werden am Bischöflichen Gymnasium in der NS-Zeit, als von den Nationalsozialisten der Priesterberuf schon verächtlich gemacht wurde. In der gleichen Situation befand sich Jahrhunderte vorher Franz von Sales, dessen Vater es gar nicht gefiel, dass sein
Sohn Priester werden wollte. Auch heute sind Priesteramtsstudenten einer solchen Situation ausgesetzt.
Da braucht es Menschen, die offen sind, sich für die Verkündigung des Evangeliums einzusetzen und offen sind für den Nächsten. Diese Offenheit für den Glauben zeigte sich in dem jungen Knabenseminaristen Bernhard Lehner. Er wollte ein guter Priester werden und in diesem Beruf leben zur Ehre Gottes zum Heil der Menschen. Es kam anders, da er Anfang Dezember 1943 in der 3. Klasse des Gymnasiums
an septischer Diphterie erkrankte. Trotz aller Bemühen verstarb er genau heute vor 80 Jahren im Alter von gerade mal 14 Jahren. Zu seinen Angehörigen sagte er am Sterbebett in der Städtischen Kinderklinik in Regensburg: „Ich gehe zum Heiland in den Himmel. Wer wird denn weinen, wenn er in den Himmel geht!“ Durch seinen allzu frühen Tod hat unsere Kirche wohl einen seeleneifrigen Priester nicht bekommen. Aber wir dürfen annehmen, dass die Kirche mit Bernhard Lehner einen Fürsprecher mehr bei Gott bekommen hat. Als Fürbitter kann Bernhard Lehner nun auf andere Weise zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen wirken. Wir als katholische Christen, so der Weihbischof, vertrauen auf die Fürbitte der Heiligen und Seligen sowie auch der Diener und der Dienerinnen Gottes. So kann auch Bernhard Lehner bei Gott für uns Fürsprache einlegen. Der jugendliche Bernhard Lehner zeigt uns was aus Menschen wird, die dem Ruf Gottes folgen und sich dem Anspruch der Mitmenschen nicht verschließen. So dürfen wir dem Diener Gottes unsere Anliegen und Sorgen anvertrauen. Unser Anliegen wäre es nun, dass Gott
Bernhard Lehner für das noch fehlende Wunder ausersehen könnte, damit die Kirche Bernhard Lehner zum Seligen erklären kann. Mit dem Aufruf, für dieses Wunder weiterhin zu beten, schloss Weihbischof Dr. Josef Graf seine Predigt.
Vortragen der Gebetsanliegen
Renate Schmidbauer, die sich seit vielen Jahren für die „Sache Bernhards“ einsetzt, wie es der unvergessene Prälat Maximilian Gsödl formulierte, trat vor das Bernhardgrab und trug die von den Gläubigen eingereichten Gebetsanliegen vom Beten für gute Schulnoten bis hin zu Gottes Beistand bei schweren Krankheiten vor und stimmte die Fürbittrufe an.  Diese wurden mit dem Heiligungsgebet abgeschlossen.
Anschließend zelebrierte Weihbischof Graf zusammen mit Domvikar Georg Schwager, Monsignore Johannes Hofmann, assistiert von Diakon Norbert Steger, das Messopfer. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Semerskirchener Kirchenchor unter der Leitung von Renate Schmidbauer eindrucksvoll umrahmt.
Zum Schluß des Gedenkgottesdienstes bedankte sich Weihbischof Graf für die Einladung zur Feier dieses Gottesdienstes und sagte, dass er auch weiterhin mitbeten wolle, das Bernhard Lehner bald zur Ehre der Altäre erhoben werden kann.
Er rief die Gläubigen dazu auf, ihre Sorgen und Anliegen dem ehrwürdigen Diener Gottes weiterhin anzuvertrauen. 

Der Weihbischof mit Konzelebranten und Ministrant

Foto: Martin Haltmayer

Vizepostulator Diakon Norbert Steger bei der Begrüßung der Geistlichkeit und der mitfeiernden Gläubigen 

Foto: Martin Haltmayer

Weihbischof Dr. Josef Graf bei seiner Predigt 

Foto: Martin Haltmayer


Die als stellvertretende Chorleiterin fungierende Renate Schmidbauer trug die Gebetsanliegen am Bernhardgrab vor

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